Das Lebenshaus
Biografiearbeit im Lebenshaus® ist eine Schöpfung der Ärztin Dr. Susanne Hofmeister. Das konkrete Lebenshaus, mit dem ich arbeite, ist eine Gestaltung für das Biographieatelier. Ein Bild dazu finden Sie hier.
Das Lebenshaus® umfasst neun Räume, einen Keller und ein Dachatelier.
Neun Räume:
In den neun Räumen entwickeln und entfalten sich neun verschiedene Kraftqualitäten in Leib, Seele und Geist - bzw. können sich entfalten.
So geht es nicht darum, einen Rhythmus von sieben Jahren durch die Räume festzuzurren oder an äußeren Ereignissen festzumachen, sondern um die Entwicklung, Verdichtung und Metamorphose von Qualitäten in Leib, Seele und Geist - und das im Laufe der Jahrzehnte.
Denn die Entwicklungs-Räume sind zudem miteinander verbunden - was Chance und Tatsache zugleich ist: Hat z.B. in einem bestimmten Alter eine Entwicklung nicht stattgefunden, die zu der Zeit ihren Platz hätte haben können, kann dies zu einer Störung (im weitesten Sinne) in einem anderen Alter führen. Dies kann so sein, nichts muss.
Die Chance ist, dass immer "nachgearbeitet" werden kann. Und manchmal "hilft das Leben nach", um schwierigere Themen (endlich) anzugehen.
So sind für eine biographische Entwicklung auch die Mondknoten wesentlich. Oder Transformationsknoten - je nach Sprache:
Alle 18 Jahre, 7 Monate und 9 Tage wiederholt sich die kosmische Geburtskonstellation. In den Monaten/Jahren um diese Zeitpunkte herum sind innere oder äußere Ereignisse zu beobachten, die "Aufrüttler" sein können, vielleicht mit der Frage "Bin ich mir selbst noch auf der Spur?"
Wichtig zu wissen auch: in welchem Alter lösen sich welche Lebenskräfte aus der Leibverbundenheit und was bedeutet das? Aussagekräftige Stichpunkte dazu hier, die nicht ausformuliert sind.
Ein Dachatelier
Selbstverständlich "endet" das Leben nicht mit 63 Jahren - nein, im Idealfall hat dann bereits (leise) ein Lebensabschnitt in neuer Qualität begonnen. Wie dieser sich konkret zeigt, ist jedoch vollkommen individuell und baut natürlich auch auf den neun Räumen auf.
Die Entdeckung eines tieferen Zusammenhangs in der eigenen Biographie,
kann gerade in diesem Alter neue Kräfte freisetzen.
Denn mit zunehmendem Alter ist es nochmal anders möglich, sich in der eigenen Seele zu beheimaten, Tiefe und Weite auszubilden. In tätiger Begegnung mit sich selbst und mit der Welt.
Ein Keller
Im Keller lagert all das unbewusste "beschwerende Frachtgut", das einen gesunden seelischen Lebensfluss stauen oder behindern kann. Die Frage an welchem "Hafen" dieser Ballast eingeladen wurde, kann vielfältig adressiert werden: familiensystemische oder transgenerationale innere Erblasten, Traumafolgen, der biographische Rucksack, mitgebrachte Herausforderungen und andere!
Licht in den Keller zu bringen, ist eine wesentliche Aufgabe der Arbeit an der eigenen Biographie. Wenn es gut gelingt, kann sich der Mensch in seiner Seele (ganz) neu aufrichten und sein Leben anders ergreifen.
"Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße" - Martin Walser